Logo Besucherservice Lichtenwalde
Dr. Katharina und Jürgen Müller
Startseite
Führungen durch Schloss und Park 
Weitere Angebote des Besucherservice
Schloss, Barockgarten und Umgebung
Deutsch   Englisch   Französisch   Spanisch   Tschechisch
Bildergalerie
Wissenswertes
Veranstaltungen
in Schloss und Park
Förderverein Schloss und Barockgarten
Anfahrt
Kontakt
Schlosslogo

Wissenswertes aus 800 Jahren Geschichte von Lichtenwalde

  1. Zeittafel Schloss und Park Lichtenwalde

  2. Der Große Schlossbrand Walpurgisnacht 1905

  3. Wiedereinzug in das Schloss Lichtenwalde vor einhundert Jahren

  4. Das Chinesische Zimmer

  5. Die Schlosskapelle

  6. Die Sage von Harras dem kühnen Springer

  7. Das Zugunglück am Harrasfelsen

Zurück zur Startseite     oder     Zurück zur Lichtenwalde-Seite

Zeittafel Schloss und Park Lichtenwalde

1225 ‑ 1250 findet man die frühesten Zeugnisse für die Existenz einer Burg Lichtenwalde.

Als Bauherr ist Markgraf Heinrich der Erlauchte (1221 – 1288) bzw. vor 1227 sein Vormund Landgraf Ludwig der IV. von Thüringen anzunehmen. Zur Verwaltung bzw. militärischem Schutz wird ein Kastellan eingesetzt.

1280 18. März, auf diesen Tag datiert die erste urkundliche Erwähnung. Ritter Heidenreich von Lichtenwalde übergibt dem Kloster Geringswalde eine jährliche Geldrente für die Erziehung seiner drei Töchter.

1288 entbrennen nach dem Tod des Markgrafen Heinrich der Erlauchte Rivalitäten um das Erbe. Die Burg befindet sich zeitweise in Reichsbesitz.

1307 gehört die Burg wieder auf längere Zeit den Markgrafen von Meißen.

1336 verpfändet Markgraf Friedrich der Ernsthafte das „feste Haus“ Lichtenwalde an die Meißner Burggrafen. Einige Jahre später wird dieser Pfandbesitz zum Lehen.

1363 belehnen die Meißner Burggrafen ihrerseits die Ritter von Honsberg mit der Burg.

1425 Burggraf Heinrich von Meißen verpfändet aus Geldnot Lichtenwalde an seinen Lehnsherrn, den Kurfürsten von Sachsen.

1426 fällt der letzte aus der Familie der Burggrafen im Hussitenkrieg. Ab da betrachtete der Kurfürst Lichtenwalde als sein Eigentum. Belehnt bleibt die Familie von Honsberg.

1439, während die eine Hälfte der Burg als ihr Leibgut vorerst in Besitz der Katharina von Honsberg verbleibt, kommt die andere Hälfte durch Tauschgeschäfte in gemeinsamen Besitz des Obermarschall Konrad von Stein und des Hofmeisters Apel Vitzthum von Roßla, dem es später bis zur erzwungenen Herausgabe 1447 allein gehört.

1446 19. Dezember, im sächsischen Bruderkrieg (1446 bis 1451) ersteigt Kunz von Kaufungen mit seinen Mannen im Auftrag Kurfürst Friedrich dem Sanftmütige die Vorburg von Lichtenwalde, an der Hauptburg scheitern sie jedoch.

1447 belehnt Kurfürst Friedrich der Sanftmütige seinen Feldhauptmann Hermann von Harras und dessen Bruder Georg für treue Dienste während des Krieges mit der zuvor eroberten Burg Lichtenwalde.

1450 3./4. August, wird die Burg durch Landgraf Wilhelm von Thüringen im Sächsischen Bruderkrieg (1446-1451) niedergebrannt, später erfolgt der notdürftige Wiederaufbau innerhalb der alten Gräben und Mauern.

1451 nach dem Ableben von Ritter Hermann von Harras fällt die Herrschaft Lichtenwalde seiner Witwe Ilse als Leibgut zu, seine 4 Söhne müssen die zu leistenden Lehnsdienste verrichten. Lichtenwalde bleibt bis 1561 in Besitz derer von Harras.

1499 stirbt Untermarschall und Amtmann Dietrich von Harras. Auf ihn soll die Sage "Harras der kühne Springer" zurückgehen, die seit Theodor Körners Ballade zum deutschen Sagenschatz gehört. Sein Grabdenkmal befindet sich in der Stiftskirche Ebersdorf.

1550 werden die Gebäude der Hauptburg erneuert, die Vorburg bekommt schlossähnlichen Charakter.

1561 verstirbt mit Eustachus der Letzte aus der Familie von Harras auf Lichtenwalde ohne männliche Erben, der Lehnbesitz fällt an den Kurfürsten zurück.

1562 wird das kurfürstliche Amt Lichtenwalde gegründet. Es besteht aus Lichtenwalde, Ober- und Niederwiesa, Braunsdorf, Ebersdorf, Ortelsdorf, Ober- und Niederlichtenau, Merzdorf, Ottendorf, Oberauerswalde, Obergarnsdorf, Gückelsberg.

1619 gibt es einen Kurfürstlichen Befehl zum Abbruch der alten Hauptburg, bis auf Kapelle und Bergfried.

1620 ‑ 22 wird die Kapelle umgebaut.

Um 1629 dokumentiert Dilich in einer Federzeichnung das Aussehen der Gebäude von Rittergut und Schloss.

1662 / 1687 ist Amt Lichtenwalde an die Brüder Georg Wolf und Georg Carl von Carlowitz verpachtet.

1694 bekommt die Familie von Bünau vom Kurfürst Johann Georg IV die Herrschaft Lichtenwalde und 20 000 Taler als Gegenwert für den Verzicht auf Pillnitz.

1719 kauft Jakob Heinrich Graf von Flemming Lichtenwalde mit dem Plan ein Fräuleinstift zu errichten. Drei Jahr später veräußert er jedoch das Anwesen weiter an Christoph Heinrich Graf von Watzdorf.

1722 ‑ 1726 entsteht nach Teilabriss des Vorgängerbaus eines Schloss im Barockstil.

1730 ‑ 1737 sein Sohn und Erbe Friedrich Carl Graf von Watzdorf lässt den vorgelagerten "Großen Garten" in eine spätbarocke Gartenanlage umgestalten.

1764 Sophie Henriette Gräfin von Watzdorf, geborene Vitzthum von Eckstädt, (1701-1772) wird Universalerbin ihres verstorbenen Mannes Friedrich Carl.

1767 zeichnet Luther einen Bestandsplan vom Schlossgarten.

1772 tritt Ludwig Siegfried nach Ableben seiner Schwester das von ihr gestiftete Majorat an.

Die Eigentümer auf Lichtenwalde in Folge (bis zur Enteignung 1945):

Stifterin                          1764 ‑ 1772       Henriette Sophie Gräfin von Watzdorf, geb. 1701

1. Majoratsherr                1772 ‑ 1777       Ludwig Siegfried I., geb. 1716

2. Majoratsherr                1777 ‑ 1803       Friedrich II. August, geb. 1765 *

3. Majoratsherr                1803 ‑ 1854       Otto I. Rudolph, geb. 1795 *

4. Majoratsherr                1854 ‑ 1860       Albert I. Friedrich, geb. 1797

5. Majoratsherr                1860 ‑ 1870       Albert II, Siegfried, geb. 1848 *

6. Majoratsherr                1870 ‑ 1936       Otto Friedrich III., geb. 1855 *

                                     (* Bis zur Volljährigkeit unter Vormundschaft)

Erbe lt. Testament            1936 – 1943      Otto Siegfried Il., geb. 1904

Nacherbe lt. Testament      1943 – 1945      Carl IV. Hermann, geb. 1882

1794 ‑ 1803 Graf Friedrich II. veranlasst wesentliche Umgestaltungen im Schlossgarten

Um 1900 überformt Otto Werner Teile des Schlossgartens, u. a. Mittelgarten, Bachlauf unterhalb Neues Stück.

1905 ‑ 1908 entsteht nach einem Schlossbrand (in der Nacht vom 30. April zum 01. Mai 1905) unter Leitung von Hofbaurat Frölich aus Dresden ein Schloss im Stil des Neobarock, angelehnt an altbekannte Formen.

1945 erfolgt am 13. Juli die Beschlagnahmung des Schlosses durch die Roten Armee. 170 Personen müssen das Gebäude verlassen. In der Folgezeit wird es leer geräumt.

1946 ‑ 1989 wird der inzwischen gemeindeeigene Park von örtlichen Natur- und Heimatfreunden gepflegt.

1948 ‑ 1969 dient das Schloss als TB-Kurheim, später als TB-Heilstätte.

1972 ‑ 1990 befindet sich im Gebäude eine Schulungsstätte der Bezirksakademie des Gesundheitswesens.

1990 ‑ 2003 kann der Schlossgarten mit Fördermitteln umfangreich saniert werden. Treppenanlagen und Wasserbecken werden erneuert, Fontänenanlagen und Leitungen modernisiert, figürlicher Schmuck ergänzt, Alleen und Hecken verjüngt bzw. nachgepflanzt.

1991 ‑ 1996 Der Freistaat betreibt eine Schulungsstätte im Schloss.

1998 erfolgt ab September die Zuordnung des Schlosses Lichtenwalde dem Schlösserverbund mit Augustusburg und Scharfenstein. Es beginnen die Sanierungsarbeiten.

1999 gibt es eine Teileröffnung mit ersten Museen und damals privaten Pächtern von Räumen.

2003 ist die Restaurierung des Barockgartens u. der Außenfassade des Schlosses weitgehend abgeschlossen.

2008 wird Ostern die restaurierte Kapelle geweiht.

2010 wird im März das komplett restaurierte Schloss nach Neustrukturierung mit Museums- und Ausstellungskomplex sowie Gastronomie den Nutzern übergeben.

Impressum Zuletzt bearbeitet: 11.06.2014